FRAGMENTS, Papier/Tusche, Fine Art Print/Hahnemühle Papier, 2015

Eine Kooperation von Elisa Andessner und Aurélie Gravelat im Rahmen des Projektes „in translation / Le tapis glisse“

Die beiden Künstlerinnen haben kein gemeinsames Projekt entwickelt, aber ihre eigene Arbeit anhand der Arbeiten der jeweils anderen in eine Richtung vorangetrieben. Ein Sich-Aufeinander-Beziehen ohne die jeweilige Sprache (Malerei/Fotografie) zu verlassen.
Die Arbeitsweise von Aurélie Gravelat ist beinahe obsessiv. Ihr Interesse gilt dabei dem Material Papier und Tusche. Mit fast schon alchemistischem Eifer versucht sie, den Dingen auf den Grund zu gehen. Der Strich, reduziert und extrahiert - reine Malerei.
Elisa Andessner zeigt sich in ihrer Bilderserie flächiger als sonst, was der Qualität ihrer Arbeit keinen Abbruch tut. Ihr Körper ist im Vordergrund, aber nie vordergründig.

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LE TAPIS GLISSE (Projekt in translation)
Ausstellungsdauer: 17.12.2015 - 15.1.2016
Ausstellungsort: Atelierhaus Salzamt Linz

Beteiligte KünstlerInnen:
Elisa Andessner (AT), ekw14,90 - Marlies Stöger (AT) und André Tschinder (AT), Andreas Kurz (DE/AT), Romain Boulay (F/BE), Marie-Andrée Pellerin (CAN/BE), Aurélie Gravelat (F/BE)

DETAILLIERTE PROJETBESCHREIBUNG

Im Titel „Le tapis glisse“ (Der Teppich rutscht) zeigt sich bereits in welche Richtungen der gewünschte Interpretationsspielraum
verlaufen soll. Diese reichen von Problematiken der Übersetzung, über die Unmöglichkeit etwas auszudrücken, bis hin zu instabilen
und nicht abgeschlossenen Vorgängen. Die Anfänge des Projekts gehen zurück auf das Frühjahr des Jahres 2015. Als Ausgangspunkt
der Zusammenarbeit wurde dabei Brüssel gewählt, eine Stadt in welcher Mehrsprachigkeit und sprachliche Übersetzung ein
allgegenwärtiges politisches und gesellschaftliches Thema sind. Die Ausstellung im Salzamt Linz zeigt Ergebnisse dieser Kooperation
und ist somit ein Beleg für die zuvor geführten Diskussionen und Gespräche. Welche Erwartungen sind an das Format Ausstellung
geknüpft? Was kann Zusammenarbeit im Umfeld der Kunst sein? Wofür ist künstlerische Produktion ein angemessener Term?
Wie sich verweigern? „Le tapis glisse“ bildete in ihrer Vielfalt die unterschiedlichen Herangehensweisen der Teilnehmenden ab.

Text und Werkbeschreibungen von Daniela Wageneder-Stelzhammer, Kunst- und Medientheoretikerin