STALINKA HITLERBAU
Video 1920 x 1080 widescreen 16:9, 24:41 min
Elisa Andesssner und Denis Romanivski
2011

Video Stalinka-Hitlerbau

In den Jahren 2009 und 2010 führten Denis Romanovski und Elisa Andessner in Minsk (Weißrussland) und Linz dreiundzwanzig Interviews mit BewohnerInnen von „Hitlerbauten“ und „Stalinkas“, sowie mit KünstlerInnen und ExpertInnen, die sich mit dem Thema „Architektur des Nationalsozialismus/ des sowjetischen Regimes“ befassen. Untersucht wurden Parallelen und Unterschiede zwischen den Wohnbauten der NS-Diktatur in Linz und der Sowjetdiktatur in Minsk, die noch heute umgangssprachlich nach den Diktatoren Hitler und Stalin benannt sind. Weiters wurde der Frage nachgegangen, was es heute bedeutet, in einem Hitlerbau/ in einem Stalinka zu leben und in welchem Verhältnis die Bauten zu den Regimes stehen. Das Video ist ein Konzentrat aus den aussagekräftigsten Teilen der Interviews, welche dramaturgisch zu einer Collage verwoben sind.

InterviewpartnerInnen
Franz Aigenbauer, Michail Barazna, Renate Bauer, Pawel Derban, Ulrich Fohler, Katharina Hanke, Simon Hipfl, Anita Hörmann, Dagmar Höss, Irina Iodo, Liudmila Jakubjonok, Jury Kishik, Arthur Klinov, Elisabeth Kramer, Peter Lang, Natalya Lisovskaya, Victor Petrov, Olesa Pliska, Hans Riener, Tamara Romanovskaya, Heidi Schatzl, Alexander Shomov, Georg Zenta

"Stalinka-Hitlerbau"@crossing europe filmfestival 2013
"Stalinka-Hitlerbau"@Nordico Stadtmuseum Linz 2012
"Stalinka-Hitlerbau"@forum oö geschichte

ZITATE AUS INTERVIEWS
Franz Aigenbauer: Es ist noch nie wirklich gebrochen worden oder auch öffentlich diskutiert worden, dass in der NS-Zeit zwar gebaut worden ist, aber es hat eigentlich trotz der Bauten eine Wohnungsnot gegeben und dass die Bauten einen bestimmten Zweck gehabt haben.

Georg Zenta: Zuallererst, als ich das erfahren hatte, hat’s mich mal kurz erschreckt – in einem Hitlerbau, wo bin ich denn da gelandet und geistern da jetzt die Phantome der Geschichte noch in diesem Haus herum?

Irina Iodo: Von außen zu zeigen, dass wir so reich sind: wir können bauen! Und das, was hinter der Fassade war, war dann das wahre Leben.

Heidi Schatzl: Du hast zwar diese Blockwärter nicht mehr, aber durch diese Hofstrukturen bekommen die Leute an sich sehr viel mit, was der andere macht.

Liudmila Jakubjonok: Aber sozusagen mit Stalin, so als Persönlichkeit, verbinde ich mein Wohnen hier nicht.

Arthur Klinov: Nennen wir es ein Denkmal für die großen Utopien.

Dieses Projekt wurde finanziert von Linz IMport.